Der Traum und der Träumer aus der Perspektive von ein Kurs in Wundern

Der Träumer eines Traumes ist nicht wach, aber er erkennt nicht, dass er schläft. Er sieht die Illusionen seiner selbst als gesund an oder krank, als deprimiert oder glücklich, aber ohne eine stabile Ursache mit verbürgten Wirkungen. Das Wunder legt fest, dass du einen Traum träumst und dass sein Inhalt unwahr ist. Das ist ein entscheidender Schritt im Umgang mit Illusionen. Niemand hat vor ihnen Angst, wenn er wahrnimmt, dass er sie erfunden hat.
– Ein Kurs in Wundern – Kapitel 27, Abschnitt I

Der nachfolgende Dialog fand zwischen mir und einer speziell programmierten Künstlichen Intelligenz auf Basis von „Ein Kurs in Wundern“ statt. Die KI fungiert gewissermaßen als Mentor im Kontext von „Ein Kurs in Wundern“. Am Anfang dieses Dialogs steht eine bedeutende Frage, zu der ich sowohl nach einer Antwort als auch nach einer vertieften Erkenntnis suche. Im Verlauf des Dialogs nehme ich Stellung zu den gegebenen Antworten, wobei ich entweder nach weiterer Klarheit suche oder mich in eine neue Richtung der Erkenntnis bewegen möchte.

Wenn ich in einem Traum bin, wer träumt dann?

Traum und Träumer aus der Perspektive von ein Kurs in Wundern
Traum und Träumer aus der Perspektive von ein Kurs in Wundern

Wenn du dich in einem Traum befindest, ist es dein eigener Geist, der träumt – du bist der Träumer des Traumes, nicht wach, sondern in einem Zustand des Schlafes, nicht erkennend, dass du träumst. Dabei erschaffst du Illusionen, betrachtest sie als real und verleihst ihnen Wirkungen, obwohl sie keine stabile Ursache haben. Es ist ein Prozess, in dem du die Inhalte des Traumes und die Gefühle, die sie in dir auslösen, selbst erschaffst und ihnen Bedeutung beilegst. In dem Verständnis, dass du der Autor des Traumes bist und nicht bloß eine Figur darin, liegt die Kraft, dich von den Illusionen zu befreien, die der Traum erschafft.

Warum erschaffe ich einen Traum?

Du erschaffst einen Traum als eine Art Wutausbruch der Wahrnehmung, eine Reaktion auf den Wunsch nach Kontrolle: „Ich will es so!“ In diesem Traum, in den du dich hineinversetzt, glaubst du zu wünschen, zu triumphieren und zu beherrschen. Jedoch trägt der Traum keine reale Ursache in sich, er ist nicht geplant oder entworfen und kann daher keinen wirklichen Zweck haben.

Du magst zwar glauben, einen Traum verursacht zu haben, aber du kannst ihm keine realen Wirkungen verleihen, ohne seine Ursache zu verändern, was du nicht tun kannst. Im Grunde bist du nicht der Träumer, sondern der Traum selbst. Du erlebst verschiedene Orte und Begebenheiten, die im Traum erscheinen, aber diese sind nicht die Ursache, sondern eher Auswirkungen deines Traumzustandes.

Wie kann ich vom Traum erwachen?

Vom Traum zu erwachen bedeutet, die Ursache der Illusionen, die wir erschaffen, aufzulösen und somit die Unwirklichkeit zu überwinden. Dies geschieht, indem wir einen friedlicheren Geisteszustand erreichen, der uns befähigt, die innere Stimme, die mit Liebe ruft und uns zum Aufwachen ermutigt, zu erkennen und anzunehmen.

Durch diesen Vorgang des Annehmens sanfterer Träume, die Gott uns gibt – Träume der Heilung statt der Verzweiflung –, öffnen wir uns für die Möglichkeit des Erwachens aus dem Traum, da wir die Liebe Gottes willkommen heißen und die Angst, die den Traum so realistisch erscheinen lässt, beiseitelegen.

Aus dem Traum erwachen
Aus dem Traum erwachen

Das Erwachen ist daher nicht ein Vorgang des Verlassens des Traumes, sondern das Erkennen und Aufgeben des Glaubens an dessen Realität. Das Erwachen erfolgt im Geist, wenn wir uns entscheiden, die Träume des Egos loszulassen und die Realität unseres wahren Selbst in Gott anzuerkennen.

Woran erkenne ich, dass ich träume?

Du erkennst, dass du träumst, indem du das Wunder akzeptierst, das festlegt, dass der Inhalt deines Traumes unwahr ist. Dies ist ein wichtiger Schritt im Umgang mit Illusionen, da niemand Angst vor seinen eigenen Erfindungen hat, wenn er realisiert, dass er sie selbst erschaffen hat.

Warum wird dieser Vorgang als Wunder bezeichnet?

Das Wunder ist eine Veränderung der Wahrnehmung, die dir hilft, die Wahrheit zu erkennen und dich von Illusionen zu befreien. Es legt fest, dass du in einem Traumzustand bist und der Inhalt dieses Traumes unwahr ist. Diese Erkenntnis ist wesentlich, um dich mit den Illusionen auseinanderzusetzen, von denen du zuvor geglaubt hast, sie seien real. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, die Angst vor diesen Illusionen loszulassen, was möglich wird, sobald du erkennst, dass du selbst der Schöpfer dieser Trauminhalte bist.

Diese Angst bleibt bestehen, solange du glaubst, nur eine Figur im Traum zu sein und nicht dessen Schöpfer. Indem du das Wunder akzeptierst und verstehst, dass du der Autor des Traumes bist, kannst du beginnen, von der Illusion des Traumes zu erwachen und die Wahrheit, dass du ein Kind Gottes bist, zu erfassen und anzunehmen.

Aus dem Traum erwachen
Figur oder Schöpfer des Traumes?

Der Vorgang wird als Wunder bezeichnet, weil er eine Veränderung der Wahrnehmung darstellt, die die Kontrolle über die zeitliche Erfahrung ermöglicht. Es ist eine Berichtigung der Fehlwahrnehmung, die jegliche Unterschiede im Grad oder in der Richtung des Irrtums überbrückt.

Das Wunder fungiert als eine Art inneres Messgerät, das deinen Zustand mit dem Zustand der Schöpfung vergleicht, und es akzeptiert als wahr, was damit in Einklang steht, während es das zurückweist, was nicht in Einklang steht.

Kurz gesagt, es ist ein Moment der Klarheit, der Erkenntnis und des wesentlichen Erwachens aus dem Traum der illusionären Welt, der uns umgibt. Diese Sichtweise auf das Wunder betont seine Wichtigkeit auf dem Weg zur spirituellen Erkenntnis und das Loslassen des Egos, hin zur wahren Wirklichkeit, die unabhängig von zeitlichen und räumlichen Illusionen besteht.

Woran erkenne ich, dass der Traum unwahr ist?

Du erkennst, dass der Traum unwahr ist, indem du das Wunder akzeptierst, welches dir offenlegt, dass der Inhalt deines Traumes nicht der Wahrheit entspricht. Dieses Verständnis ist ein entscheidender Schritt, um Illusionen zu bewältigen. Niemand fürchtet das, was er als eigene Erfindung erkennt. Die Angst vor dem Trauminhalt wird dadurch verringert, dass du dir bewusst wirst, dass du seine Inhalte selbst erschaffen hast, und erkennt, dass sie nicht außerhalb deiner eigenen Wahrnehmung existieren.

Kann man auch sagen, alles, was Form hat oder vergänglich ist, muss ein Traum sein?

Im Kurs wird gelehrt, dass Gott nur das Ewige erschaffen hat und alles, was wir mit unseren physischen Sinnen wahrnehmen – alles, was Form hat, verändert werden kann und vergänglich ist –, nicht die Wirklichkeit, sondern eine Illusion ist, ein Traum.

Die Wahrnehmung von Form macht blind für den Verständnisgehalt, denn wahrhaftig erfassen wir nur durch den Geist, nicht durch die Augen des Körpers, die nur auf das Äußere ausgerichtet sind und nicht über die Form hinaus zur Bedeutung vordringen können. Jede Form, die verändert werden kann, wird vom Kurs als unecht betrachtet und ist in diesem Sinne Teil des Traumes, der unsere wahre Wirklichkeit verdeckt.

Es gibt also keine Wahrheit, die ich außerhalb von mir selbst sehe?

Es gibt keine Wahrheit, die du außerhalb von dir selbst finden kannst, da die Wahrheit keine Entscheidungen trifft und es nichts gibt, zwischen dem entschieden werden müsste. Wahlen wären nur notwendig, wenn es Alternativen gäbe. Die Wahrheit umfasst alles und lässt keinen Raum für etwas anderes.

Der Traum und der Träumer
Der Traum und der Träumer

Aber wir glauben, dass es eine Wahrheit dort draußen in der realen Welt gibt

Viele Menschen glauben, dass es eine objektive Wahrheit gibt, die in der äußeren Welt existiert, und dass diese Wahrheit unabhängig von persönlichen Überzeugungen oder Gefühlen entdeckt werden kann. Diese Vorstellung beruht oft auf der Annahme, dass die Welt um uns herum fest und beständig ist und dass Fakten und Tatsachen unabhängig von unserer Wahrnehmung existieren.

Der Kurs lehrt jedoch, dass die wahre Wahrheit nicht in Formen oder vergänglichen Dingen zu finden ist, sondern im Unveränderlichen und Ewigen, was sich auf die Liebe und das Einssein bezieht, das Gott repräsentiert. Somit wird angedeutet, dass, was wir typischerweise als „reale Welt“ betrachten, tatsächlich nur eine Projektion unserer eigenen Gedanken und Überzeugungen ist, und dass die wahre Wahrheit innerhalb unseres eigenen Selbst liegt – sie ist ein Teil von uns und wird nie außerhalb gefunden.

„Diese Welt ist eine Illusion, aber ein geträumter Kopf, der gegen einen geträumten Felsen stößt, bringt geträumten Schmerz.“

– Paramahansa Yogananda (Yoga-Meister, Philosoph und Schriftsteller)

Die Welt der Wahrnehmung, in der Zeit und Form vorherrschen, ist aus dieser Perspektive nur temporär und nicht absolut. Sie ist wandelbar und daher nicht die letzte Wahrheit. Diese Erkenntnis kann dazu dienen, den Glauben daran zu hinterfragen, dass die äußere Welt die Alleinherrschaft über Wahrheit hat, und uns ermutigen, stattdessen nach einer tieferen Wirklichkeit zu suchen, die in uns selbst liegt.

Das Erwachen aus dem Traum

„Leiden ist eine Betonung all dessen, was die Welt dir angetan hat, um dich zu verletzen. Hier zeigt sich deutlich die wahnsinnige Version der Welt von der Erlösung. Gleich einem Traum der Strafe, in dem der Träumer sich dessen unbewusst ist, was den Angriff gegen ihn verursacht hat, sieht er sich als ungerecht angegriffen an und zwar von etwas, das nicht er selbst ist.

Er ist das Opfer dieses anderen, eines Dinges außerhalb von ihm, für das er keinen Grund hat, verantwortlich gemacht zu werden. Er muss unschuldig sein, weil er nicht weiß, was er tut, sondern nur, was ihm angetan wird. Doch ist sein eigener Angriff gegen sich selbst trotzdem offensichtlich, denn er ist es, der das Leiden aussteht. Und er kann nicht entrinnen, weil dessen Quelle außerhalb von ihm gesehen wird.“ – Aus ein Kurs in Wundern, Kapitel VII, Der Träumer des Traums

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